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Rückblick zum Bundesparteitag in Leipzig

Eine ereignisreiche 1. Tagung des 6. Bundesparteitages unserer Partei DIE LiNKE. Hat nach drei Tagen ihr Ende gefunden. Eine sehr junge Delegation,wovon ein Delegierter leider aus persönlichen Gründen ausfallen musste , fand den Weg nach Leipzig. Für zwei von uns war es eine Premiere und so startete man voller Tatendrang in den ersten Sitzungstag. Zahlreiche Reden und Debatten zeigten, dass wir eine pluralistische Partei in Bewegung sind.

Die spannendste Wahl fand am Samstag zum Bundesgeschäftsführer statt. Mit Frank Tempel (welchen wir unterstützten) und Jörg Schindler (welcher laut verschiedenen Medien von den Parteivorsitzenden favorisiert wurde). Denkbar knapp setzte sich Jörg Schindler durch. Frank Tempel wurde später als weiteres Mitglied in den Parteivorstand gewählt. Bei der Wahl zeigte der neue Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler Größe und unterstützte seinen vorherigen Gegenkandidaten mit einer Fürrede. Ein von der Presse herbeigeredeter „Machtkampf“ um den genannten Posten konnte so nicht wahr genommen werden. Beide bekräftigten konstruktive Gespräche untereinander und zollten sich gegenseitigen Respekt. Genau so soll es sein – denn eine Wahl ist eine Wahl,ist eine Wahl und was bleibt von einer demokratischen Handlung ohne Gegenkandidatur? Lediglich stumpfes abnicken von vorgaben. Wir sind glücklich, diese Art von Partei nie erlebt und letztendlich überwunden zu haben.

Nebenbei bemerkt stellt unsere Haltung für Frank Tempel keine Position „gegen“ die Parteivorsitzenden dar – leider wird auf verschiedenen Ebenen der Partei eine Meinung zu Personen oder Sachverhalten viel zu oft einer „Strömung“ oder dritten Personen zugeordnet. Dieses regelmäßige Schauspiel ist uns viel zu bieder als dass wir es (bewusst) mitspielen. Entscheidungen sind und waren für uns stets an der Sache und nicht an Netzwerken orientiert.

Am Sonntag folgte die Rede von Sarah Wagenknecht. Hierzu wurde schon zu viel gesagt, wir belassen es bei einigen Anmerkungen . Fest zu halten bleibt, dass Fehler von beiden Seiten gemacht wurden, doch irgendwann muss auch mal gut sein. Der geschlossene Burgfrieden ist ein lang überfälliger Schritt. Es ist nicht nachvollziehbar , dass Sarah erneut Attacken fährt, nachdem Katja am Samstag weitestgehend die Hand reichte. Jedoch ist der „ Angriff“ auf Oskar Lafontaine in aller Klarheit zu kritisieren.

Dubios ist auch, wenn ausgerechnet nach der Rede von Sarah darauf aufmerksam gemacht wird, dass per Geschäftsordnung drei Fragen gestellt werden dürfen – und dies auch getan wird, was letztendlich zur erlebten Sprengung des Parteitages führte. Warum man am Samstag zwei Anträge zu unserer Position in der Frage von Migration und Flucht an den Parteivorstand überweist, um dann am Sonntag eine Debatte unter den Delegierten zu eben diesem Thema zu erwirken bleibt uns schleierhaft. Die Presse hat geschrien und wir haben gehört, könnte man abschließend zusammen fassen. Weder brauchen wir den (kalkulierten) Eklat,Machtkämpfe oder die Sorge dem Spektrum X zugeordnet zu werden wenn man sich mit Person Y unterhält, noch brauchen wir Personenkult. Nur Einigkeit macht stark.

Wir Delegierten freuen uns auf die 2.Tagung des 6. Bundesparteitages im Jahr 2019 und sind gespannt wo wir dann stehen. Auf geht’s in den Wahlkampf, auf geht’s in das Wahljahr 2019.

Die Delegierten des Landkreises Zwickau: Marlies Schneider, Alexander Weiß, Anna Gina Hahn und Michael Berger

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