Archiv der Kategorie: Allgemein

Rechtsstaat statt rechten Staat

Seit Sonntag wird in Chemnitz der tragische Mord an einer Person durch gewaltbereite Nazis und Hooligans und anderen rechten Gruppierungen missbraucht und für ihre Zwecke instrumentalisiert. Dieses Vorgehen verurteilen wir aufs schärfste, die Tat muss lückenlos aufgeklärt werden. Nun jedoch alle „nicht-deutschen“ in die ecke von Gewaltverbrechern zu stellen, ist nicht nur falsch und ekelhaft, sondern auch unserer aufgeklärten Gesellschaft gegenüber unwürdig.

Wir als Linksjugend [’solid] Kreis Zwickau sprechen den Hinterbliebenen unser tiefstes Mitgefühl und Anteilnahme aus. Wir wünschen allen Angehörigen viel Kraft und hoffen, dass nicht nur die durch den Tod ausgelösten Demonstrationen im Gedächtnis bleiben.

Die Ereignisse in Chemnitz überschlagen sich! Der rechte Mob, der fast ungehindert seit nun zwei Tagen durch die Stadt zieht, lässt auf die angehetzte Spannung und die Spaltung der Gesellschaft blicken. Gewalt gegen die Polizei, die Presse und Menschen mit migrationshintergrund gehören zur Demonstration. Eine Schande in Chemnitz, eine Schande in Sachsen und auch in Deutschland.

Menschen werden gejagt wie Tiere, die Polizei ist sichtlich überfordert und der Rechtsstaat kommt an seine Grenzen. Gegen Presse und Polizei wird Pyrotechnik gezündet und Menschen mit Migrationshintergrund werden mit Flaschen und Steinen beworfen.

Traurig ist, dass vor 26 Jahren in Rostock-Lichtenhagen (22. bis 25. August 1992) rechte Aufstände ähnlich begannen und sich täglich zugespitzt haben. Daher fordern wir ein härteres einschreiten der Polizei und eine Lückenlose Ermittlung von Gewalttätern!

Am Montag zeigte sich erneut, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Während gewaltbereite Nazis trotz vorausgegangenen Böller-und Flaschenwürfen ungehindert demonstrieren und sich anschließend frei in der Stadt bewegen konnten, müssen andersdenkende um Leib und Leben bei der Heimreise fürchten. Dabei sollte man sich erinnern wie hart die Polizei auch bei friedlichen linken Veranstaltungen durchgegriffen hat!

Wir als Linksjugend [´solid] Kreis Zwickau stehen für die individuelle Freiheit und Entfaltung der Persönlichkeit für Jede und Jeden durch sozial gleiche Teilhabe an den Bedingungen eines selbstbestimmten Lebens und Solidarität. Wir sind ebenso ein feministischer und emanzipatorischer Jugendverband, welcher jegliche Form von Rassismus, Faschismus, Nationalismus, sowie Sexismus, Frauenfeindlichkeit und jeglicher anderer Erniedrigung gegen alternative Lebensformen ablehnt.

Es wird Zeit sich gemeinsam gegen jede Form des Rassismus aufzulehnen, für Chancengleichheit zu kämpfen und über Nationalitäten hinweg zu sehen. Wir benötigen eine starke Bewegung gegen den erstarkenden Nationalismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit! Für ein solidarisches Europa und eine Internationale Gemeinschaft!

Schluss mit fossiler Energie!

Irland ist das erste Land der Welt, welches sich aus der Finanzierung fossiler Brennstoffe zurückzieht. Am Donnerstagabend votierte die Regierung in Dublin für ein Gesetz, welches die Aufgabe der Investitionen durch einen Staatsfonds bis 2023 regelt. Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ein Bruch mit dem bestehenden Zeitgeist kann eine positive Kettenreaktion auslösen.

Wir sagen richtig so! Es muss endlich eine klimafreundliche Energiegewinnung vorangetrieben werden. Wir sollten nicht weiterhin unseren Planeten mit Feinstaub und giftigen Abgasen schädigen. Es muss auch ein Umdenken in Deutschland und der ganzen Welt stattfinden.

Dies darf allerdings nicht auf Kosten der Bevölkerung geschehen. Wir müssen endlich die Autoindustrie und Energiewerke mehr in die Verantwortung nehmen. Auch der Staat muss eine stärkere Investition in diesen Sektoren vorantreiben.

Das Urteil darf kein Schlussstrich sein!

Nach fünf Jahren steht das Urteil nun fest. Beate Zschäpe wurde im NSU-Prozess schuldig gesprochen. Lebenslange Haft und mit einer besonderen Schwere der Schuld. Im ersten Moment könnte man meinen, dass nun dieses Kapitel vorüber ist.

Wir sind der Meinung, dass dies gerade erst der Anfang ist. Rechte Strukturen etablieren sich im ländlichen Raum. Die Übergriffe auf alternative Jugendliche, Personen mit Migrationshintergrund, aber auch Homo- und Transsexuelle nehmen zu. Aufkleber von Rechten Organisationen, sowie rechte Schmierereien gehören immer noch zum Stadtbild. Rechte werde immer offensiver und gerade die Politik und viele Parteien sehen sich demgegenüber machtlos. Anschläge auf Abgeordnetenbüros häufen sich. Das sich rechte etablieren wollen, steht dabei nicht erst seit heute fest. Daher fordern wir eine weitreichende Aufklärung zur Stellung des Verfassungsschutzes im NSU-Fall und weitere Förderungsprojekte gegen den Rechtsruck.

Außer acht sollte auch nicht gelassen werden, dass nach wie vor 9 weitere Verfahren mit Bezug zum NSU-Komplex laufen und zahlreiche Helfer* und Unterstützer* unbehelligt durch die Welt laufen. Gerade wegen dem milden Urteil für Andre Eminger aus Zwickau (2,5Jahre – im Vergleich dazu: Für einen Flaschenwurf beim G20 gibt’s schonmal 3,5 Jahre), welcher den NSU eng unterstützte kann das abgeschlossene Verfahren kein Schlussstrich sein. Vielmehr sollte es als Aufruf in die Zivilgesellschaft dienen, jederzeit gegen Nazis aktiv zu werden – sei es verbal am Stammtisch oder anderswo. Für mehr Infos hier klicken.

Die Bundesregierung lehnt ein Verbot von Konversionstherapien ab

Vor wenigen Tagen kündigte die Regierung in Großbritannien an sämtliche Therapien, welche der „Heilung“ von Homosexuellen dienen, gesetzlich zu verbieten.

Die Bundesregierung hat es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bremer Bundestagsabgeordneten Doris Achelwilm (DIE LINKE.) abgelehnt, Homo-„Heilung“ zu verbieten. Auf die Frage, ob die Bundesregierung „eine gesetzliche Regelung von ‚Konversionstherapien‘ sowie ihrer Bewerbung“ anstrebe, antwortete das Bundesgesundheitsministerium einsilbig mit „Nein.“

Wir als Linksjugend [´solid] Kreis Zwickau sehen ein gesetzliches Verbot immer noch zwingend erforderlich, da es diese Therapieformen immer noch gibt. Es wird dabei in die frühkindliche und pubertäre persönliche Entfaltung eingegriffen. Dies bedeutet für Betroffene einen besonderen physischen Schaden der nur schwer aufgearbeitet werden können.

Ihr wollt mehr Infos und euch solidarisieren? Dann klickt hier. Des Weiteren erhaltet ihr über Enough is Enough weitere Infos.

Festung Europa

Europa schottet sich ab! Anstatt eine internationale Lösung herbeizuführen und die Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen, setzen die Europäischen Staaten ihre Flüchtlingspolitik fort. Auffanglager in afrikanischen Ländern, aber auch in der Europäischen Union sollen schnell eine Entscheidung treffen. Dabei ist anzunehmen, dass hierbei eine unzureichende und fehlerhafte Entscheidung getroffen werden kann. Fraglich ist auch, ob durch die Erhöhung des Budget von Frontex Fluchtursachen verhindert werden.

Wir als Linksjugend sind für eine menschenwürdige Existenz unabhängig von der Herkunft, Religion, Hautfarbe, dem Geschlecht oder der sexuellen Identität. Daher verurteilen wir das Vorgehen der Europäischen Union. Wir fordern ein Umdenken! Die Europäische Union muss gemeinsam eine internationale Lösung anstreben. Dies bedeutet den sofortigen Abzug aller Truppen aus militärischen Einsätzen, das Unterbinden von Waffenlieferung und das Anheben von sozialer Gerechtigkeit und des sozialen Lebensstandard in anderen Ländern. Das Budget für Hilfsorganisationen muss dabei deutlich angehoben werden. Des Weiteren muss es Steuererleichterungen für fair gehandelte Produkte geben.

Vorstandssitzung der Linksjugend [´solid] Kreis Zwickau am 01.07.2018

Liebe/r MitstreiterIn,
Liebe/r SympathisantIn,

hiermit laden wir dich recht herzlich zum nächsten Kreisvorstandssitzung der linksjugend [´solid] Kreis Zwickau am
01.07.2018 , ab 10 Uhr in unser Büro „Zukunft links“, Schulstraße 15, 09377 Hohenstein-Ernsthal ein.

Diese Vorstandssitzung wird sehr umfangreich seien. Wir möchten mit euch über die Ausarbeitung von Themen, sowie die Ausrichtung der Linksjugend [´solid] Kreis Zwickau diskutieren. Daher planen wir für einen Zeitraum von 10:00 bis ca. 16:30. Je nach der Teilnahme kann dies natürlich zeitlich abweichen.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Rückblick
    1. Bundesparteitag
    2. Berichte aus dem Kreisvorstand der Partei DIE LINKE. Zwickau
  3. Zukunft Linksjugend [´solid] Kreis Zwickau
    1. Landtagswahlen
    2. Innere Ausrichtung 1

Pause

  1. Zukunft Linksjugend [´solid] Kreis Zwickau
    1. Innere Ausrichtung 2
    2. Gründung SDS Bericht
    3. Auswahl und Diskussion zu aktuellen, den Kreis betreffenden Themen
  2. Ausblick
    1. Veranstaltungsplanung
    2. Einberufung einer Gesamtmitgliederversammlung (Terminfindung + Thematik)
    3. sonstige Veranstaltungen
  3. Anträge und Sonstiges Diskussion: Antrag zur Satzungsänderung (zur GMV)
    1. Sonstiges

Des Weiteren möchten wir darauf hinweisen, dass unsere Kreisvorstandssitzungen immer öffentlich sind. Es darf jede/r SympathisantIn und jede/r Mitstreiter daran teilnehmen und sich daran beteiligen.

Bitte gebt uns eine kurze Info ob ihr teilnehmt. So können wir besser planen. Auch stehen wir euch bei Fragen steht’s zur Verfügung.

Wir freuen uns, euch beim Plenum des Vorstandes der Linksjugend [´solid] Kreis Zwickau begrüßen zu dürfen. 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und Frohes Schaffen.

Deine Linksjugend [´solid] Kreis Zwickau

Einladung KV LJ 01.07.2018

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Rückblick zum Bundesparteitag in Leipzig

Eine ereignisreiche 1. Tagung des 6. Bundesparteitages unserer Partei DIE LiNKE. Hat nach drei Tagen ihr Ende gefunden. Eine sehr junge Delegation,wovon ein Delegierter leider aus persönlichen Gründen ausfallen musste , fand den Weg nach Leipzig. Für zwei von uns war es eine Premiere und so startete man voller Tatendrang in den ersten Sitzungstag. Zahlreiche Reden und Debatten zeigten, dass wir eine pluralistische Partei in Bewegung sind.

Die spannendste Wahl fand am Samstag zum Bundesgeschäftsführer statt. Mit Frank Tempel (welchen wir unterstützten) und Jörg Schindler (welcher laut verschiedenen Medien von den Parteivorsitzenden favorisiert wurde). Denkbar knapp setzte sich Jörg Schindler durch. Frank Tempel wurde später als weiteres Mitglied in den Parteivorstand gewählt. Bei der Wahl zeigte der neue Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler Größe und unterstützte seinen vorherigen Gegenkandidaten mit einer Fürrede. Ein von der Presse herbeigeredeter „Machtkampf“ um den genannten Posten konnte so nicht wahr genommen werden. Beide bekräftigten konstruktive Gespräche untereinander und zollten sich gegenseitigen Respekt. Genau so soll es sein – denn eine Wahl ist eine Wahl,ist eine Wahl und was bleibt von einer demokratischen Handlung ohne Gegenkandidatur? Lediglich stumpfes abnicken von vorgaben. Wir sind glücklich, diese Art von Partei nie erlebt und letztendlich überwunden zu haben.

Nebenbei bemerkt stellt unsere Haltung für Frank Tempel keine Position „gegen“ die Parteivorsitzenden dar – leider wird auf verschiedenen Ebenen der Partei eine Meinung zu Personen oder Sachverhalten viel zu oft einer „Strömung“ oder dritten Personen zugeordnet. Dieses regelmäßige Schauspiel ist uns viel zu bieder als dass wir es (bewusst) mitspielen. Entscheidungen sind und waren für uns stets an der Sache und nicht an Netzwerken orientiert.

Am Sonntag folgte die Rede von Sarah Wagenknecht. Hierzu wurde schon zu viel gesagt, wir belassen es bei einigen Anmerkungen . Fest zu halten bleibt, dass Fehler von beiden Seiten gemacht wurden, doch irgendwann muss auch mal gut sein. Der geschlossene Burgfrieden ist ein lang überfälliger Schritt. Es ist nicht nachvollziehbar , dass Sarah erneut Attacken fährt, nachdem Katja am Samstag weitestgehend die Hand reichte. Jedoch ist der „ Angriff“ auf Oskar Lafontaine in aller Klarheit zu kritisieren.

Dubios ist auch, wenn ausgerechnet nach der Rede von Sarah darauf aufmerksam gemacht wird, dass per Geschäftsordnung drei Fragen gestellt werden dürfen – und dies auch getan wird, was letztendlich zur erlebten Sprengung des Parteitages führte. Warum man am Samstag zwei Anträge zu unserer Position in der Frage von Migration und Flucht an den Parteivorstand überweist, um dann am Sonntag eine Debatte unter den Delegierten zu eben diesem Thema zu erwirken bleibt uns schleierhaft. Die Presse hat geschrien und wir haben gehört, könnte man abschließend zusammen fassen. Weder brauchen wir den (kalkulierten) Eklat,Machtkämpfe oder die Sorge dem Spektrum X zugeordnet zu werden wenn man sich mit Person Y unterhält, noch brauchen wir Personenkult. Nur Einigkeit macht stark.

Wir Delegierten freuen uns auf die 2.Tagung des 6. Bundesparteitages im Jahr 2019 und sind gespannt wo wir dann stehen. Auf geht’s in den Wahlkampf, auf geht’s in das Wahljahr 2019.

Die Delegierten des Landkreises Zwickau: Marlies Schneider, Alexander Weiß, Anna Gina Hahn und Michael Berger

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Geschlecht was ist das?

Seit Jahren unterscheidet man bereits zwischen männlich und weiblich. Dabei werden Personen nicht nur wegen ihrer Geschlechtsorgane sondern auch wegen ihres Verhalten in diese Kategorien gedrängt. Es stellt sich aber die Frage: „Ist dies alles oder gibt es mehr?“

Ja es gibt mehr! Dies beweisen beispielsweise soziale Netzwerke, so kann man bei Facebook zwischen 60 verschiedenen Geschlechtern unterscheiden. Einige haben wir hier für euch aufgelistet:


asexuell/ aromantisch

Bezeichnet Personen welche kein oder wenig Interesse an sexuellen oder beziehungstechnischen Kontakt besitzen.


bisexuell/ biromantisch

Hier geht es um die sexuelle oder romantische Beziehung zum selben und gegenseitigen Geschlecht. Sie fühlen sich somit zum biologisch weiblichen, sowie männlichen Geschlecht hingezogen.


Cis-geschlechtlich

Cis-geschlechtliche Personen stimmen mit dem bei der Geburt zugewiesenen/angewiesenen Geschlecht überein. Sie entsprechen so der „Norm“.


Cross Dresser_in

Cross Dresser_in werden häufig mit dem Begriff Transvestit verwechselt. Es handelt sich dabei um Personengruppen die sich gern verkleiden. Dabei gibt es häufig keine Spezialisierung auf eine geschlechtliche Zuordnung.


Drag

…steht ursprünglich für die Abkürzung “Dressed as Girl” und später auch für “Dressed as Guy”. Es ist eine Kunstform, die gesellschaftlicher Geschlechterklischees übertreibt und sich darüber lustig macht.


Dyadisch

Dies bedeutet, dass man in einen Körper geboren wird welcher eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden kann.


Heterosexuell / heteroromantisch

Diese Personen fühlen sich zum gegenseitigen Geschlecht hingezogen.


Homosexuell / homoromantisch

„Homo“ ist griechisch für „gleich“. So fühlen sich Homosexuelle zum gleichen Geschlecht hingezogen.


Inter*

… umschreibt die gelebte Erfahrung, mit einem Körper geboren zu sein, der den gewöhnlichen Vorstellungen von männlich und weiblich nicht entspricht.


Nichtbinär, Genderqueer, Genderfluid, Agender, …

ist die Selbstbezeichnungen für Menschen, die sich außerhalb der Einteilung in zwei Geschlechter verorten. Das kann bedeuten, dass sich ein Mensch weder weiblich noch männlich versteht oder nicht ausschließlich.


Pansexuell/ Panromantisch

Sind Personen, die sich zu allen Geschlechtern, somit auch außerhalb von männlich und weiblich, hingezogen fühlen.


Queer

… stammt ursprünglich aus dem Englischen und entstand als Schimpfwort. Mittlerweile ist der Begriff außerhalb des Englischsprachigen Raumes geläufig, eine Selbstbezeichnung und ein politischer Begriff, der sich gegen Normen richtet. Er schließt vielfältige Formen von sexueller/romantischer Orientierung und Geschlechtsidentitäten ein, die von Heteronormativität abweichen.


Trans*

Dies bezeichnet, dass eine Person jenseits des Geschlechts lebt, das ihr bei der Geburt zugewiesen wurde.


Die Welt ist bunt und vielfältig, daher sollte man jeden Menschen so akzeptieren wie er ist. Für mehr Infos einfach hier Klicken.

Tag des Grundgesetzes

Seit genau 69 Jahren ist nun bereits die Demokratie in unserer Gesellschaft verankert. Dies schaffte die Gesetzgebung mit Erlass vom 23. Mai 1949 mit dem Grundgesetz. Hierbei wurden Menschenrechte auch als Verfassung für Deutschland verankert. Der wichtigste Artikel ist auch heutzutage noch der Artikel 1:

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Auch regelt das Grundgesetz die Gleichheit aller in Artikel 3:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiöser oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Aber auch das Eigentum steht im Mittelpunkt im Artikel 14:

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Die Verfassungsprinzipien unserer Bundesrepublik werden dabei auch im Artikel 20 erwähnt:

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung; der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsgemäße Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Quelle:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland; Bundeszentrale für politische Bildung; Stand: Dezember 2014

Heiraten spart Geld – ist dies nicht längst überholt?

Noch immer ist es Gang und gebe, dass man sich durch das Heiraten Steuern ersparen kann. Die Ehe wird stetig und konsequent verteidigt ohne dieses Konzept jemals zu hinterfragen. Es ist eine Ungerechtigkeit die Steuererleichterung mit einer besonderen Verantwortung zu begründen, denn Alleinerziehende und Paare die nicht den Bund der Ehe eingehen wollen besitzen die selbe, wenn nicht gar eine größere Verantwortung. Gerade weil hier höhere Einkommen, welche meist von den Männern erbracht werden, geringer besteuert werden, stärkt man die veraltete Rollen einer Ehe. Auch macht sich der geringverdiener stets abhängig vom Partner. Eine Steuerungerechtigkeit welche die Linksjugend [´solid] Zwickau steht’s hinterfragt, ob diese in der heutigen Zeit noch geeignet ist. Heiraten sollte keine Form eines Zwanges zum Steuern sparen sein!

Rainbowflash in Zwickau 2018

Noch immer ist es Alltag in der Welt, aber auch hier in Deutschland, dass Menschen aufgrund ihrer Liebe zu einer gleichgeschlechtlichen Person oder Menschen welche sich nicht in einer Geschlechterrolle zuordnen möchten ausgegrenzt werden. Immer wieder werden Queere Menschen Zielscheibe von Gewalt und Mobbing. Gerade Jugendliche werde in der schwersten Phase ihres Lebens, dem Outing, in der Schule gemobbt. Dabei sind zwischen 5-10% der Schülerinnen und Schüler homosexuell. Hinzu kommt ein ungewisser Anteil von Bisexuellen Schülern. Bei einer Studie in Nordrhein-Westfalen wurde ermittelt das gut 70% ihr Coming-Out im Alter von 15 bis 21 haben. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2002 ergab, dass rund 71 % der Jungen und 51% der Mädchen eine negative Haltung gegenüber Homosexuellen besitzen. Dies ändert sich kaum mit dem erwachsen werden. Eine Umfrage der Antidiskriminirungsstelle des Bundes aus dem Jahr 2008 ergab folgende Standpunkte:
61% der Befragten bejahten folgende Aussage: „Mit dem Thema Homosexualität möchte ich möglichst wenig in Berührung kommen“
46% der Befragten gaben an: „Wenn zwei Homosexuelle sich in aller Öffentlichkeit küssen, fühle ich mich provoziert“
Gerade diese Ergebnisse sind besorgniserregend! Wir müssen dafür sorgen das Schüler bereits in der Schule fachgerecht aufgeklärt werden. Daher streiten wir als Linksjugend [´solid] Zwickau jederzeit für eine aufgeklärte, offene und antidiskriminierende Gesellschaft.

Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme! Ihr habt gezeigt das auch Zwickau bunt ist!

Wenige Tage bis zum Rainbowflash 2018 in Zwickau

In wenigen Tagen ist es so weit. Am Donnerstag versammeln wir uns von 17 bis 20 Uhr in Zwickau (Innere Plauensche Straße Ecke Dr.-Friedrich-Ring) um den IDAHOT/IDAHIT (also dem Internationalen Tag gegen homophobie, transphobie und biphobie) zu gedenken. Nun nimmt auch Zwickau das zweite mal am 7. sachsenweiten Rainbowflash, mit Unterstützung des LSVD (Dem Lesben und Schwulenverband Deutschlands), der Linksjugend [´solid] Zwickau und der Partei DIE LINKE Kreisverband Zwickau teil.

Von Novosibirsk bis New York, von Paris bis Wladiwostok, von Peking bis Kapstadt und eben auch in ganzen Sachsen wollen wir gemeinsam am IDAHOT/IDAHIT für gleiche Rechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt streiten und jeder Ideologie der Ungleichwertigkeit entgegentreten. Selbstbestimmt, offen und diskriminierungsfrei – eine demokratische Gesellschaft muss es allen Menschen ermöglichen, jederzeit und an jedem Ort ohne Angst verschieden sein zu können.

Wir widersprechen laut den Tätern von Orlando, von Tschetschenien und all den anderen Orten, an denen Lesben, Schwule, trans* und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI*) wegen ihrer Art zu lieben, zu leben oder wegen ihrer GeschIechtsidentität Diskriminierung, Gewalt und Tod erfahren müssen. LSBTI* Rechte sind Menschenrechte!

Deshalb möchten wir sie alle bitten an unserem Flashmob um 19 Uhr teilzunehmen, denn genau zu dieser Zeit lassen wir gemeinsam viele bunte Luftballons steigen – sachsenweit, weltweit. Lasst uns streiten für eine Welt in der wir solidarischer und miteinander leben.

Also lasst euch blicken. Wir sorgen für Zuckerwatte, Popcorn und Infos.

Vom schweren Anfang in Zwickau – Teil 1

Wir möchten uns für die Zusendungen von alten Büchern der DDR bedanken. Nachdem wir uns die Bücher angesehen haben werden wird dazu zu jedem Buch einen kleinen Ausschnitt veröffentlichen.


Vom schweren Anfang in Zwickau 1945/1946

„Das Ringen der Genossen in der Stadt und im Kreis Zwickau um die Vereinigung von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“

„Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ging aus dem mehr als hundertjährigen Kampf der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung gegen feudale Reaktion und kapitalistischen Ausbeutung, gegen Imperialismus und Militarismus, Faschismus und imperialistischen Krieg hervor. Sie verkörpert die revolutionären Traditionen des Bundes der Kommunisten und der revolutionären deutschen Sozialdemokratie. Sie setzt das Werk der Kommunistischen Partei Deutschlands fort und erfüllt das Vermächtnis der antifaschistischen Widerstandskämpfer. Sie ist die Erbin alles Progressiven in der Geschichte des deutschen Volkes.“

Aus dem Programm der Sozialsozialistischen Einheitspartei Deutschlands


Vorwort

„Anschaulich schildert der Autor, wie bereits unmittelbar nach der Einnahme Zwickaus durch amerikanische Truppen die Kommunisten und klassenbewusste Sozialisten – damals noch großenteils unter illegalen Bedingungen arbeitend – sich zu festerAktionseinheit zusammenschlossen haben und in engem Zusammenwirken mit anderen Antifaschisten die Lösung der dringlichsten Lebensfragen in Angriff nahmen. Jedoch erst ab Anfang Juli 1945, nach der Besetzung der Stadt und des gesamten Kreis Zwickau durch die Rote Armee, könnten sich die antifaschistisch-demokratischen Kräfte dank des Befehls 2 der SMAD auch in Zwickau frei entfalten. …

Die Zeit des komplizierten Neubeginnens vor allem auch jenen Bürgern unserer Stadt und des Kreises Zwickau, die sie nicht oder zumindest nicht bewusst miterlebten, lebendig werden zu lassen und dabei zugleich den unermüdlichen, aufopferungsvollen Einsatz der Aktivisten der ersten Stunde zu würdigen, ist ein Anliegen dieser Broschüre. Sie soll beitragen, auch aus unserer örtlichen Geschichte Kraft zu schöpfen, die der X. Parteitag der SED abstecken wird, um die entwickelte sozialistische Gesellschaft weiter zu gestalten und so grundlegendeVorraussetzungen für den allmählichen Übergang zum Kommunismus zu schaffen. Und dafür, liebe Bürger der Stadt und des Kreises Zwickau, wünsche ich uns allen viel Erfolg.“


1. Das Ende der faschistischen Herrschaft in Zwickau

„Im Frühjahr 1945 schlug der vom deutschen Imperialismus entfesselte zweite Weltkrieg auf deutschen Boden zurück. In einer gewaltigen strategischen Offensive von der Ostsee bis zu den Karpaten überschritten vom 20. Januar 1945 bis 25. Januar 1945 die in Richtung Breslau – Dresden vorgehenden Truppen der 1. Ukrainischen Front die Grenzen Hitlerdeutschlands. Bis März erreichte die Rote Armee die Oder-Neiße-Linie. Im April 1945 begann sie mit der Berliner Angriffsoperation den entscheidenden Schlag zur Vernichtung der faschistischen Streitkräfte in Deutschland.

Während die Faschisten im Osten Deutschlands mit allen verfügbaren Kräften den Widerstand fortzusetzen, ließen sie, auf Separatabkommen mit den Westmächten hoffend, in ihrer Aktivität an der Westfront merklich nach, die dann im April 1945 faktisch zusammenbrach. Den entscheidenden Anteil am Sieg über den Hitlerfaschismus hatte die Sowjetunion. An ihrer Seite kämpfen die anderen Staaten der Antihitlerkoalition und die antifaschistische Befreiungsbewegung vieler Völker. Unter beispiellosen Opfern zerschlug die Sowjetunion die Armeen der faschistischen Mächte. 20 Millionen Sowjetbürger gaben dafür ihr Leben.

Der Sieg der Sowjetunion über Faschismus verändert das internationale Kräfteverhältnis grundlegend zugunsten des Sozialismus und sicherte, dass die mit der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution eingeleitete Wende in der Menschheitsgeschichte weitergeführt werden konnte.

Das Ende der braunen Machthaber im Gebiet um Zwickau zeichnet sich schon am 13. April 1945 ab; Soldaten der faschistischen Wehrmacht hatten in der Umgebung Zwickaus mit Schanzarbeiten begonnen. Am selben Tag waren Panzertruppen der 4. Division der 3. amerikanischen Armee auf der Autobahn Eisenach-Dresden bis in den Raum Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) vorgestoßen. Dabei streiften sie auch die nur etwa sechs Kilometer vom Kreisgebiet Zwickau entfernt liegende Stadt Glauchau, die sie am 14. April nach kurzem Kampf besetzten.

Am gleichen Tag hatten die Faschisten den Volkssturm aufgerufen. Alte Männer und Jugendliche sollten den gut bewaffneten amerikanischen Verbänden entgegentreten. Am 16. April befahlen fanatische Nazis, Zwickau bis zum letzten Mann zu verteidigen. Die Mulde wurde zur Hauptkampflinie erklärt, und im Stadtteil Oberhohndorf gingen schwere und leichte Flak in Stellung.

Am 17. April 1945 ruhte in fast allen Zwickauer die Arbeit. Auch die Seilscheiben auf den Fördertürmen der Steinkohlenschächten standen still.

´17. April 1945. Amerikanische Bomber über Zwickau. Auf der Turmspitze des Domes wird die weiße Fahne gehisst. Amerikanische Truppen besetzen die Stadt.´

In den frühen Nachmittagsstunden stießen Truppen der amerikanischen 4. Panzerarmee von Norden her auf Zwickau vor und nahmen die Gemeinden Mosel, Oberrothenbach und Crossen ein.

Sie fanden nur geringen Widerstand, denn alle Wehrmachtsverbände östlich der Mulde hatten vorher Befehl zum Rückzug in den Raum Hartenstein erhalten. Trotzdem kam es in Crossen noch zu bewaffneten Auseinandersetzungen .

Etwa zur gleichen Zeit hatten Einheiten der amerikanischen 89. Infanteriedevision, unterstützt durch Artellerie und Tiefflieger, von Westen und Südwesten her das Kriegsgebiet erreicht. In Zwickau gab es nur in der Nähe des Heinrich-Braun-Krankenhauses vereinzelten, unbedeutenden Feuerwechsel.

Bis zum 19. April nahmen die amerikanischen Truppen den Kreis Zwickau von Norden und Westen her bis ungefähr auf die Linie Niedercrinitz, Gunersdorf, Wiesen, Wiesenburg, Wildenfels ein. Die südlich davon liegenden Städte Kirchberg und Hartenstein sowie die Gemeinden Weißenbach, Bärenwalde, Hartmannsdorf bei Kirchberg, Giegengrün u. a. wurden erst später oder zeitweilig überhaupt nicht von alliierten Truppen besetzt. Eine Reihe dieser Orte gehörte dadurch einige Wochen zum sogenannten Besatzungszonen Gebiet im Westerzgebirge.

Die letzten faschistischen Verbände leisteten noch bis zum 6./7. Mai sinnlosen Widerstand, u. a. in der Gemeinde Bärenwalde.

Am 8. Mai 1945 unterzeichneten die Bevollmächtigten des Oberkommandos der Wehrmacht im Stab der Roten Armee in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der Hitlerwehrmacht. Das Ende des „Tausendjährigen Reiches“ war besiegelt. Deutschland stand an einem historischen Wendepunkt.“