Geschlecht was ist das?

Seit Jahren unterscheidet man bereits zwischen männlich und weiblich. Dabei werden Personen nicht nur wegen ihrer Geschlechtsorgane sondern auch wegen ihres Verhalten in diese Kategorien gedrängt. Es stellt sich aber die Frage: „Ist dies alles oder gibt es mehr?“

Ja es gibt mehr! Dies beweisen beispielsweise soziale Netzwerke, so kann man bei Facebook zwischen 60 verschiedenen Geschlechtern unterscheiden. Einige haben wir hier für euch aufgelistet:


asexuell/ aromantisch

Bezeichnet Personen welche kein oder wenig Interesse an sexuellen oder beziehungstechnischen Kontakt besitzen.


bisexuell/ biromantisch

Hier geht es um die sexuelle oder romantische Beziehung zum selben und gegenseitigen Geschlecht. Sie fühlen sich somit zum biologisch weiblichen, sowie männlichen Geschlecht hingezogen.


Cis-geschlechtlich

Cis-geschlechtliche Personen stimmen mit dem bei der Geburt zugewiesenen/angewiesenen Geschlecht überein. Sie entsprechen so der „Norm“.


Cross Dresser_in

Cross Dresser_in werden häufig mit dem Begriff Transvestit verwechselt. Es handelt sich dabei um Personengruppen die sich gern verkleiden. Dabei gibt es häufig keine Spezialisierung auf eine geschlechtliche Zuordnung.


Drag

…steht ursprünglich für die Abkürzung “Dressed as Girl” und später auch für “Dressed as Guy”. Es ist eine Kunstform, die gesellschaftlicher Geschlechterklischees übertreibt und sich darüber lustig macht.


Dyadisch

Dies bedeutet, dass man in einen Körper geboren wird welcher eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden kann.


Heterosexuell / heteroromantisch

Diese Personen fühlen sich zum gegenseitigen Geschlecht hingezogen.


Homosexuell / homoromantisch

„Homo“ ist griechisch für „gleich“. So fühlen sich Homosexuelle zum gleichen Geschlecht hingezogen.


Inter*

… umschreibt die gelebte Erfahrung, mit einem Körper geboren zu sein, der den gewöhnlichen Vorstellungen von männlich und weiblich nicht entspricht.


Nichtbinär, Genderqueer, Genderfluid, Agender, …

ist die Selbstbezeichnungen für Menschen, die sich außerhalb der Einteilung in zwei Geschlechter verorten. Das kann bedeuten, dass sich ein Mensch weder weiblich noch männlich versteht oder nicht ausschließlich.


Pansexuell/ Panromantisch

Sind Personen, die sich zu allen Geschlechtern, somit auch außerhalb von männlich und weiblich, hingezogen fühlen.


Queer

… stammt ursprünglich aus dem Englischen und entstand als Schimpfwort. Mittlerweile ist der Begriff außerhalb des Englischsprachigen Raumes geläufig, eine Selbstbezeichnung und ein politischer Begriff, der sich gegen Normen richtet. Er schließt vielfältige Formen von sexueller/romantischer Orientierung und Geschlechtsidentitäten ein, die von Heteronormativität abweichen.


Trans*

Dies bezeichnet, dass eine Person jenseits des Geschlechts lebt, das ihr bei der Geburt zugewiesen wurde.


Die Welt ist bunt und vielfältig, daher sollte man jeden Menschen so akzeptieren wie er ist. Für mehr Infos einfach hier Klicken.

2 Kommentare zu „Geschlecht was ist das?“

  1. „Seit Jahren unterscheidet man bereits zwischen männlich und weiblich.“ Die sexuelle Fortpflanzung ist vermutlich schon vor mehr als 600 Millionen Jahren entstanden(Ricardo Benavente und Manfred Alsheimer vom Biozentrum der Universität Würzburg zeigen).
    Seit Jahren ist also eine gewaltige Untertreibung. Was gemeint ist, ist wohl das gesellschaftlich oder rechtlich akzeptierte soziale Geschlecht, oder? Wenn wir darauf schauen, gibt es nur wenige % bei denen es Differenzen zwischen sozialen Geschlecht und ihrem biologischen gibt. Homosexuelle Männer oder lesbische Frauen sind ja meist auch gefühlt noch Männer oder Frauen. Der ganze Wirbel um diese Minderheit ist völlig übertrieben. Gleichberechtigung steht im Gesetz und die ewigen Diskussionen und Aufklärungen sind doch eigentlich überflüssig, oder?

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    1. Die Unterscheidung von Geschlechtern in männlich und weiblich hat in erster Linie nichts mit der sexuellen Fortpflanzung zu tun. Wir verstehen die Intention, aber es geht in dem Artikel um geschlechtliche, sexuelle, bzw. soziale Identität.

      „Das Ergebnis der Dalia-Stude, so viel sei schon einmal vorweggenommen: Mit 7,4 Prozent LGBT-Anteil ist Deutschland Spitzenreiter, gefolgt von Spanien (6,9 Prozent) und England (6,5 Prozent). In Ungarn ordneten sich mit nur 1,5 Prozent die wenigsten Menschen der LGBT-Community zu.“ (https://www.jetzt.de/lgbt/dalia-studie-zu-lgbt-anteil-in-der-bevoelkerung, Artikel von 2016, abgerufen am 26.04.2019)

      Rechnet man diese 7,4% (wir wissen, die Umfrage ist repräsentativ) auf unsere Einwohnerzahl, kommt man auf eine „Minderheit“ von knapp 6 Millionen. Wir empfinden das nicht mehr als Minderheit und kämpfen deswegen für eine Welt, in der jede und jeder so leben und lieben kann wie er*/sie* will, ohne in veraltete starre Rollen gepresst zu werden. Geschlecht sowie geschlechtliche Identität sind immer ein Kontinuum und es sollte jedem Menschen frei stehen, sich dort einzuordnen, wo er sich wohlfühlt.

      Gerade in Zeiten, in denen man in manchen Ländern (z.B. Brunei) wieder die Todesstrafe für Homosexualität einführt, sehen wir die Rechte von allen Lebensformen außerhalb des Spektrums „hetero und cis“ in Gefahr.
      Außerdem: nur weil Gleichberechtigung im Gesetz steht, heißt es noch lange nicht, dass es auch Realität ist und umgesetzt wird. Darauf können wir aber gern nochmal gesondert eingehen. 😉

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